Hessische Kunststoffverarbeiter erzielen Tarifabschluss
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In ihrer zweiten Verhandlungsrunde haben sich der Arbeitgeberverband HessenChemie und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) Hessen/Thüringen auf ein Tarifpaket geeinigt. Aufgrund der kontroversen Positionen mussten sich die Sozialpartner in der ersten Verhandlungsrunde am 6. Mai 2014 ergebnislos vertagen. Nun fanden die Parteien für die hessische kunststoffverarbeitende Industrie in mehrstündigen Gesprächen einen Kompromiss. Der neue Tarifvertrag läuft insgesamt 15 Monate und sieht eine Erhöhung der Vergütungen von 3,5 Prozent vor.
Der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Thomas Wedekind, erklärte: „Die Positionen lagen anfänglich relativ weit auseinander. Alle Beteiligten hatten aber den Willen, zu einer konstruktiven Lösung zu kommen. Beide Seiten haben dabei Zugeständnisse machen müssen.“ Wedekind, der Geschäftsführer der Technoform Glass Insulation im nordhessischen Lohfelden ist, erläuterte: „Die Beschäftigten werden damit angemessen an der wirtschaftlichen Entwicklung in den Unternehmen beteiligt. Hiermit gehen die Arbeitgeber aber auch an die Belastungsgrenze der Firmen.“
Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 15 Monate. Er beginnt damit am 1. Juli 2014 und endet am 30. September 2015. Die Erhöhung der Vergütung erfolgt ab dem 1. August 2014 um 3,5 Prozent. Diese Steigerung gilt für Auszubildende und Tarifbeschäftigte gleichermaßen. Außerdem haben Betriebe, die sich in einer wirtschaftlichen Schieflage befinden, die Möglichkeit, den Beginn der Tariferhöhung um bis zu zwei Monate zu verschieben. „Dies gibt den Unternehmen die Flexibilisierung, die sie aufgrund der unterschiedlichen wirtschaftlichen Lage benötigen“, erläutert der Verhandlungsführer das Ergebnis.
Um die Ausbildung in der kunststoffverarbeitenden Industrie attraktiver für junge Menschen zu machen, vereinbarten die Sozialpartner eine Empfehlung, Ausgebildeten möglichst eine unbefristete Stelle anzubieten. Schon heute beträgt die Übernahmequote über 90 Prozent.
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