Hartes Ringen: Vorerst keine Einigung bei Chemie-Tarifverhandlungen
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(dpa) Hartes Ringen in der Tarifrunde der Chemieindustrie: Bei der dritten Verhandlungsrunde auf Bundesebene für die 500.000 Beschäftigten hat es am Donnerstag in Stuttgart zunächst keine Einigung gegeben. Die Gespräche sollen nach Angaben des Arbeitgeberverbandes und der Gewerkschaft IG BCE am Freitag fortgesetzt werden. Beide Seiten bekräftigten jedoch den Willen, zu einem Ergebnis zu kommen.
«Es gibt leichte Fortschritte», sagte ein Gewerkschaftssprecher am späten Donnerstagabend. Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter wollten am Abend noch weiter miteinander sprechen und der Bundeskommission am Freitagmorgen dann den Stand der Gespräche mitteilen. Danach soll demnach weiter verhandelt werden.
Die IG BCE fordert 4,8 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Arbeitgeber-Verhandlungsführer Hansen kritisierte die Forderung als zu hoch. Die Arbeitgeber wollen die Entgelte nach zwei Leermonaten um 1,6 Prozent erhöhen und 200 Euro in einen sogenannten Demografie-Fonds einzahlen. Der Tarifvertrag soll 15 Monate halten.
Es ist die dritte Verhandlungsrunde auf Bundesebene. Die Gespräche verliefen für Branchenverhältnisse bislang ungewohnt kontrovers. Gibt es in Stuttgart keine Einigung, ist eine Schlichtung erforderlich. Scheitert auch die Schlichtung, könnte die Branche auf den ersten Streik seit 1971 zusteuern.
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