Bayers Pharmaforschung richtet sich auf Sparkurs ein

01.12.2004

(dpa-AFX) - Bei der Neupositionierung seines Pharmageschäfts will Bayer einem Pressebericht zufolge die Aufwendungen für die Forschung auf höchstens ein Fünftel des Umsatzes senken. Dabei sei offenbar auch ein Arbeitsplatzabbau nicht tabu, berichtet das "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). "Ein Forschungsaufwand von 20 Prozent ist dabei die obere Grenze für ein Geschäft in der Größenordnung wie unseres", verlautete dem Blatt zufolge aus der Umgebung des Vorstands des Teilkonzerns Bayer Healthcare.

Branchenbeobachter seien indes uneins, ob das mit 3,5 Milliarden Euro Umsatz gegenüber Firmen wie Pfizer und Novartis kleine Bayer-Geschäftsfeld Pharma die Forschungskosten schnell reduzieren kann, hieß es weiter. "Um die Lücke in der Pipeline zu schließen, müsste Bayer eher überdurchschnittlich forschen", sagte ein Analyst der Zeitung. Bayers nächstes Medikament, das Krebsmittel "Raf-Kinase", werde erst 2006 zulassungsreif, "Faktor Xa" gegen Thrombosen 2008.

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