15.03.2022 - Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Erneuter Erfolg für NanoStruct

Das aus der Uni Würzburg entstandene Start-up NanoStruct erhält Förderung aus dem neuen Programm Women TechEU

Women TechEU ist eine neue Initiative der Europäischen Union (EU). Das Programm unterstützt Start-up-Unternehmen, die in der Hochtechnologie tätig sind und von Frauen geführt werden. Die Förderung beinhaltet eine Finanzhilfe von je 75.000 Euro, um die ersten Schritte des Innovationsprozesses zu beflügeln. Dazu kommen Mentoring und Coaching sowie EU-weite Vernetzungsmöglichkeiten.

Die Europäische Kommission hat jetzt die ersten 50 Unternehmen bekannt gegeben, die im Wettbewerb um die Förderung erfolgreich waren. Darunter ist die NanoStruct GmbH, die ihre Wurzeln an der Julius-Maximilians-Universität (JMU) Würzburg hat. Geführt wird das Unternehmen von Dr. Henriette Maaß.

Goldantennen werden zu Sensoren

Das Start-up arbeitet unter Leitung der Würzburger Physikerin Dr. Henriette Maaß daran, hochpräzise Sensoren aus winzigen Goldantennen einsatzbereit zu machen. Mit diesen Sensoren lassen sich noch kleinste Mengen unterschiedlichster Materialien nachweisen, etwa Rückstände von Schadstoffen, Sprengstoffen oder Viren.

„Als eines von 50 Unternehmen die Women-TechEU-Förderung zu erhalten, ist eine besondere Auszeichnung für uns“, freut sich Dr. Maaß. „Chancengleichheit und Diversität sind zentrale Grundsätze, die wir in unserem Unternehmen leben und fördern wollen. Die Förderung hilft uns, diese Grundsätze in einem wachsenden Unternehmen im High-Tech-Umfeld umzusetzen und so auch ein Vorbild für andere Technologie-Unternehmen zu sein.“

Die Förderung durch die EU ist nicht der erste Erfolg, den das Würzburger Start-up einfährt. 2021 gewann NanoStruct das Finale des Businessplan-Wettbewerbs Nordbayern. Das Bundeswirtschaftsministerium hat das Team um Dr. Maaß mit einer Förderung aus dem EXIST-Programm unterstützt.

EU will das Förderprogramm ausweiten

Im Jahr 2022 soll das Women TechEU-Programm ausgeweitet werden. Das kündigte Mariya Gabriel an, EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend. Die Kommission werde die Mittel auf zehn Millionen Euro aufstocken. Damit könnten dann rund 130 weitere Unternehmen finanziert werden.

Firmengründerinnen und Firmengründer der JMU finden Rat und Unterstützung beim Servicezentrum Forschung und Technologietransfer (SFT). Das Team um Professor Lukas Worschech betreut unter anderem universitäre Gründungsprojekte.

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