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Erweitertes Periodensystem



Das erweiterte Periodensystem wurde 1969 von Glenn T. Seaborg vorgestellt. Im Großen und Ganzen entspricht es dem einfachen Periodensystem in Funktion und Aufbau, ergänzt dieses jedoch um Elemente mit Ordnungszahlen größer als 118 und rückt weitere Nebengruppen ein. Da diese zusätzlichen Elemente noch nicht erzeugt wurden, haben sie vorerst systematische Elementnamen. Außerdem ist es streng nach Belegung der Elektronenorbitale sortiert, weshalb sich beispielsweise Helium (He) auf der linken Seite neben Wasserstoff (H) findet und nicht ganz rechts über Neon.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen


Kernphysik

Von einer Erzeugung der in diesem Schema zusätzlich berücksichtigten Elemente mit Ordnungszahlen jenseits 118 ist bisher (Juli 2007) nichts bekannt. Ihre Erzeugbarkeit durch Kernfusion gilt jedoch aufgrund theoretischer Überlegungen als sehr wahrscheinlich. Es wird erwartet, dass diese Elemente mit Halbwertszeiten unterhalb einer Sekunde zerfallen. Einige Elemente sind vermutlich relativ langlebig im Verhältnis zu ihren Nachbarn, da sie auf der Insel der Stabilität liegen. Die Darstellung von superschweren Elementen, die stabil sind, wird heute ausgeschlossen.

Anomalien und Eigentümlichkeiten, die erst bei größeren Ordnungszahlen eintreten (z. B. ab 300 oder 500) können heute nicht zuverlässig vorhergesagt werden.

Historisch wurden Neutronensterne mit sehr großen Atomen mit Ordnungszahlen in vielen Zehnerpotenzen verglichen, was aber aufgrund der zusätzlich daran beteiligten physikalischen Phänomene (Gravitation, Plasmabildung) heute als unzulässig gilt. Stabile Riesenatome gibt es nicht.

Chemie

Es wird vermutet, dass die Elemente mit Ordnungszahlen größer als 118 den bekannten Gesetzmäßigkeiten der Elemente niedrigerer Ordnungszahlen folgen. Allerdings ist ihre vermutete Lebensdauer zu kurz, um chemische oder die meisten physikalischen Eigenschaften (z. B. den Aggregatszustand) beobachten zu können.

Es wird erwartet, dass bei den Elementen 121 bis 138 sukzessive die 5g‑Orbitale und bei den Elementen 139 bis 152 die 6f‑Orbitale aufgefüllt werden und analog die 6g‑ und 7f‑Orbitale bei den Elementen 171 bis 203. Glenn T. Seaborg prägte für die gemeinsame Gruppe der 5g- und 6f-Elemente den Begriff Superactinoide. Entsprechend würde sich in der 9. Periode die Gruppe der Eka-Superactinoide finden lassen. Diese Elemente werden ähnlich den Lanthanoiden und Actinoiden eingerückt oder abseits dargestellt.

Ähnlich wie bereits bei den Lanthanoiden und Actinoiden ist die genaue Zuordnung zu den Superactinoiden aber auch in der Fachliteratur nicht einheitlich.

Generell wird erwartet, dass die chemischen Eigenschaften der schwersten Elemente aufgrund des relativistischen Effekts nicht unbedingt den Trends der vorhergehenden Perioden folgen müssen. Insofern ist die Zuordnung zu einzelnen Gruppen des Periodensystems eine rein formale Zuordnung, solange keine experimentellen Daten vorliegen.

Das erweiterte Periodensystem

Erweitertes Periodensystem
Periode s1 s2
1 1

H

2

He

p1 p2 p3 p4 p5 p6
2 3

Li

4

Be

5

B

6

C

7

N

8

O

9

F

10

Ne

3 11

Na

12

Mg

d1 d2 d3 d4 d5 d6 d7 d8 d9 d10 13

Al

14

Si

15

P

16

S

17

Cl

18

Ar

4 19

K

20

Ca

21

Sc

22

Ti

23

V

24

Cr

25

Mn

26

Fe

27

Co

28

Ni

29

Cu

30

Zn

31

Ga

32

Ge

33

As

34

Se

35

Br

36

Kr

5 37

Rb

38

Sr

39

Y

f1 f2 f3 f4 f5 f6 f7 f8 f9 f10 f11 f12 f13 f14 40

Zr

41

Nb

42

Mo

43

Tc

44

Ru

45

Rh

46

Pd

47

Ag

48

Cd

49

In

50

Sn

51

Sb

52

Te

53

I

54

Xe

6 55

Cs

56

Ba

57

La

58

Ce

59

Pr

60

Nd

61

Pm

62

Sm

63

Eu

64

Gd

65

Tb

66

Dy

67

Ho

68

Er

69

Tm

70

Yb

71

Lu

72

Hf

73

Ta

74

W

75

Re

76

Os

77

Ir

78

Pt

79

Au

80

Hg

81

Tl

82

Pb

83

Bi

84

Po

85

At

86

Rn

7 87

Fr

88

Ra

89

Ac

g1 g2 g3 g4 g5 g6 g7 g8 g9 g10 g11 g12 g13 g14 g15 g16 g17 g18 90

Th

91

Pa

92

U

93

Np

94

Pu

95

Am

96

Cm

97

Bk

98

Cf

99

Es

100

Fm

101

Md

102

No

103

Lr

104

Rf

105

Db

106

Sg

107

Bh

108

Hs

109

Mt

110

Ds

111

Rg

112

Uub

113

Uut

114

Uuq

115

Uup

116

Uuh

117

Uus

118

Uuo

8 119

Uue

120

Ubn

121

Ubu

122

Ubb

123

Ubt

124

Ubq

125

Ubp

126

Ubh

127

Ubs

128

Ubo

129

Ube

130

Utn

131

Utu

132

Utb

133

Utt

134

Utq

135

Utp

136

Uth

137

Uts

138

Uto

139

Ute

140

Uqn

141

Uqu

142

Uqb

143

Uqt

144

Uqq

145

Uqp

146

Uqh

147

Uqs

148

Uqo

149

Uqe

150

Upn

151

Upu

152

Upb

153

Upt

154

Upq

155

Upp

156

Uph

157

Ups

158

Upo

159

Upe

160

Uhn

161

Uhu

162

Uhb

163

Uht

164

Uhq

165

Uhp

166

Uhh

167

Uhs

168

Uho

9 169

Uhe

170

Usn

171

Usu

172

Usb

173

Ust

174

Usq

175

Usp

176

Ush

177

Uss

178

Uso

179

Use

180

Uon

181

Uou

182

Uob

183

Uot

184

Uoq

185

Uop

186

Uoh

187

Uos

188

Uoo

189

Uoe

190

Uen

191

Ueu

192

Ueb

193

Uet

194

Ueq

195

Uep

196

Ueh

197

Ues

198

Ueo

199

Uee

200

Bnn

201

Bnu

202

Bnb

203

Bnt

204

Bnq

205

Bnp

206

Bnh

207

Bns

208

Bno

209

Bne

210

Bun

211

Buu

212

Bub

213

But

214

Buq

215

Bup

216

Buh

217

Bus

218

Buo

Blöcke
s-Block p-Block d-Block f-Block g-Block


Dieser Abschnitt beruht auf einer Übersetzung des Artikels Periodic_table_(extended) aus der englischsprachigen Wikipedia in der Version vom 21:00 UTC, 5. März 2007. Eine Liste der Hauptautoren (History) gemäß GNU FDL ist hier zu finden.
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Erweitertes_Periodensystem aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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